Glossar D/EN *** glossary D/EN

DE (english below)

_ Unterstrich und Sternchen *  machen Raum für Identitäten zwischen und ausserhalb von Frau™ und Mann™ sichtbar. ausserdem öffnen sie Schubladen, verfestigte Denkmuster, wehren sich gegen entweder-oder, frau-mann, heter@-homo, 1-0, schwarz-weiss, …  z.b. auch gruppenidentitäten

BIPoC: (Black People, Indigenous People, People of Color) Schwarze Menschen, Indigene Menschen, Menschen of Color: positive Selbstbezeichnung von Menschen, die gegenüber der Gesellschaft als nicht-weiß gelten und/oder wegen ethnischer Zuschreibungen („Sichtbarkeit“) alltäglichen, institutionellen und anderen Formen des Rassismus ausgesetzt sind.

cis, cisgender, cis-Männer, cis-Frauen: cis bist du, wenn du dich mit dem Geschlecht, das dir bei deiner Geburt zugewiesen wurde, identifizierst.

Diskriminierung: ist die Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund von Annahmen/Vorurteilen, die mit einer Gruppenzugehörigkeit verbunden sind, bei einer gesellschaftlich untergeordneten Position der Gruppe.

Feminismus es gibt viele verschiedene formen, feministisch zu sein. Ausgangspunkt ist der Kampf gegen Unterdückung aufgrund des Geschlechts -> siehe intersektional

FLint*-Räume: Frauen,  Lesben, inter_-, nichtbinäre/genderqueere und trans*-Personen einschliessende Räume

Heteronormativität: In einer hetero-normativen Gesellschaft wird von allen Menschen erwartet, dass sie cisgeschlechtlich und heterosexuell sind und als Paar leben. Abweichungen davon, zum Beispiel queere und poly(amoröse) Beziehungen sowie inter_- und trans*Identitäten, werden unsichtbar gemacht und diskriminiert.

intersektional, Intersektionalität: Intersektionalität bedeutet, dass alle gesellschaftlichen Strukturen, die Hierarchien und Ausschlüsse hervorbringen, zusammenhängen. Alle Diskriminierungsformen, zB Rassismus, Sexismus hängen also sowohl miteinander als auch mit zB Kapitalismus, Nationalismus, (Neo-)Kolonialismus, patriarchalen Strukturen zusammen und können nicht einzeln angegangen werden.

queer von Menschen gebraucht, die ihre Identität und ihr Begehren als ‚außerhalb der gesellschaftlichen Norm‘ ansehen.; im englischen als schimpfwort etwa so wie “pervers” auf deutsch. es gibt den spruch: “queer kann ich nicht sein, queer kann ich nur handeln”.

trans*: ein Überbegriff für trans*-, transidente und transgender-Menschen, also allen Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Das Sternchen (*) wird als Platzhalter gedacht, mit dem sich auch alle nicht-binären und genderqueeren trans-Identitäten mitgemeint fühlen können.

Körper: weibliche Körper, männliche Körper: Unter einem ‚weiblichen Körper‘ wird normalerweise ein Körper mit Vulva, Vagina, Uterus, Eierstöcken und weitere Charakteristiken, die Weiblichkeit ausmachen sollen, verstanden. Eine inklusivere Variante wäre, weibliche Körper als die Körper von Frauen und Menschen mit weiblicher Selbstidentifikation zu verstehen.
Unter einem ‚männlichen Körper‘ wird normalerweise ein Körper mit Penis, Hoden und weiteren Charakteristiken, die Männlichkeit ausmachen sollen, verstanden. Eine inklusivere Variante wäre, männliche Körper als die Körper von Männern und Menschen mit männlicher Selbstidentifikation zu verstehen.

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EN (deutsch weiter oben)

_ Underline and asterisks * make space for identities between and outside of Woman™ and Man™. They also open boxes, solidified thinking patterns, defend against either-or, woman-man, heter@-homo, 1-0, black and white, … eg. also group identities

BIPoC: Black people, Indigenous People, People of Color: positive self-description of people who are considered non-white to society and/or because of „ethnic“ attributions („visibility“), everyday, institutional and other forms of racism.

cis, cisgender, cis-men, cis-women: you are cis if you identify with the gender assigned to you at birth.

Discrimination: is the unequal treatment of people due to assumptions / prejudices associated with belonging to a group, with a socially inferior position of the group.

Feminism There are many different ways to be feminist. The starting point is the fight against gender-based oppression -> see intersectional

FLint*/wlint spaces: spaces  for women, lesbians, inter_, nonbinary / genderqueer and trans* people

Heteronormativity: In a hetero-normative society, all people are expected to be cis-gender and heterosexual and to live as a couple. Deviations from this, for example queer and poly (-amorous) relationships as well as inter_ and trans * identities, are made invisible and discriminated against.

intersectional, intersectionality: Intersectionality means that all social structures which produce hierarchies and exclusions are related. All forms of discrimination, eg racism, sexism are thus connected with each other as well as with eg capitalism, nationalism, (neo-) colonialism, patriarchal structures and can not be tackled individually.

queer is used by people who regard their identity and their desire as ‚outside of the social norm‘; In the past queer was used as a swear-word. There is the saying: „I can not be queer, I can only act queer“.

trans*: an umbrella term for trans *, trans-identifying and transgender people, ie all people who do not identify with the gender assigned to them at birth. The asterisk (*) is intended as a place holder, with which all non-binary and genderqueer trans-identities can feel included.

Body: female body, male body: A „female body“ is usually understood to mean a body with vulva, vagina, uterus, ovaries and other characteristics that are supposed to make up womanhood. A more inclusive variation would be to understand female bodies as the bodies of women and people with female self-identification. A „male body“ is usually understood to mean a body with a penis, testicles and other characteristics that are supposed to make up masculinity. A more inclusive option would be to understand male bodies as the bodies of men and people with male self-identification.